Metaphilosophische Positionen: Henri Lefebvre Handbuch Metaphilosophie


Exposé

Henri Lefebvres Metaphilosophie (1965) markiert einen zentralen Punkt in seinem Werk. Sie versteht sich als Prolegomena und eröffnet ein offenes, transdisziplinäres Programm, das die Philosophie überwinden soll, ohne sie abzuschaffen. Ausgangspunkt ist die marxsche Konzeption des Menschen als Naturwesen, das in gesellschaftlicher Praxis nicht nur Dinge, sondern auch sich selbst produziert. Praxis, Poiesis und Mimesis bilden die Grundkategorien, ergänzt durch die Konzepte der Residuen, Differenzen und Totalität. Während die Poiesis als schöpferische Aktivität eine neue, nicht-entfremdete Welt eröffnet, droht die Mimesis in der Moderne zur bloßen Simulation zu werden. Zugleich bleibt sie Trägerin eines Residualmoments, das eng mit der Poesie und der Kunst im Allgemeinen verbunden ist. So skizziert Lefebvre eine offene Metaphilosophie, die auf Differenz, Kreativität und das Mögliche (possible) ausgerichtet ist.

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